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Die Eisenbahn am Pacific Union Railroad Camp

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Der obligatorische Lauf auf dem Dach

Die Eisenbahn ist ein Fortbewegungsmittel aus Red Dead Redemption, mit welchem der Spieler schnell große Entfernungen zurückzulegen kann.

Hat man die nördliche Gegend West Elizabeth freigeschaltet, passieren zwei Züge die Spielwelt. Jener, der zwischen New Austin und Nuevo Paraiso verkehrt, ist mit einem roten Zugsymbol auf der Karte markiert, der, der zwischen New Austin und West Elizabeth für die Verbindung sorgt, besitzt eine blaue Markierung.

Geschichte

Zuerst begannen Cotswold Benedict und Edwin Patterson damit, eine Eisenbahnlinie in Gaptooth Ridge zu bauen. Während die Eisenbahnstrecke bei Benedict Point gebaut wurde, beanspruchten beide einen Teil des Landes. Sie investierten viel von ihrem eigenen Geld, arbeiteten in den örtlichen Minen und benutzen die Baumaschinen, um beim Bau zu helfen. Nachdem jedoch herauskam, dass Patterson das ganze Land mitsamt der Eisenbahn für sich allein haben wollte, verpetzte Benedict ihn bei der Gesellschaft.

Nach der Trennung der beiden ehemaligen Weggefährten band Benedict den nach ihm benannten Ort Benedict Point allein an die Außenwelt an. Wenig später verlegte er die Route nach Mexiko und verband diesen Staat gemeinsam mit der Eisenbahngesellschaft über zahlreiche Brücken mit New Austin.

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Die größte der Montagehallen im Pacific Union Railroad Camp

Auch in West Elizabeth begann man früh damit, das neuartige Fortbewegungsmittel für sich zu entdecken. So wurde das Pacific Union Railroad Camp von der Pacific Union Railroad Company errichtet, um hier Lokomotiven bauen zu lassen und den Staat so zu mobilisieren. Das Camp besteht aus zwei großen Hallen, in einer der beiden steht eine fertig montierte Lokomotive.

Bereits 1911 verbindet das gesamte Eisenbahnnetz alle drei Staaten miteinander.

Lokomotiven

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Der Blick aus dem Begleitwagen auf die Schienen in Gaptooth Ridge

Beide Züge gehören dem Typ der 4-6-0-Lokomotiven an. Die erste derartige Lokomotive in den USA war die Chesapeake, die im Jahr 1847 von den Norris Locomotive Works produziert wurde. Zur Zeit des Spiels wurden die Triebfahrzeuge mit dem charakteristischen Tender allerdings nur noch selten genutzt.

Im Spiel ziehen beide Loks neben zwei Passagierwaggons auch drei Güterwaggons. Am Ende beider Züge befindet sich ein Begleitwagen.

Routen

Beide Züge, die man im Verlauf der Handlungsgeschichte nutzen kann, fahren auf unterschiedlichen Routen.

Roter Zug

Der auf der Karte rot markierte Zug, mit dem John Marston in der ersten Mission Exodus in Amerika wie Mrs. Bush, Mrs. Ditkiss, Jenny und Bonnie MacFarlane nach Armadillo kommt, passiert diesen Ort auch im regulären Streckenbetrieb. So schlängelt er sich von der dortigen Station aus südwestlich durch das unwegsame und durchaus kurvenreiche Gelände von Cholla Springs und passiert nach einiger Zeit die Mercer Station. Da diese jedoch offensichtlich seit längerer Zeit außer Betrieb ist, folgt der Zug weiter den Schienen und fährt nahe der Grenze zu Mexiko in Benedict Point ein.

Nach einem kurzen Zwischenstopp geht es, hat man den Zugang zu Nuevo Paraiso noch nicht freigeschaltet, Richtung Nordwesten, wo die Eisenbahn nahe am Bandenversteck und der Mine Gaptooth Breach vorbeifährt und schließlich südlich von Rathskeller Fork eine Schleife zieht. An einer Wegekreuzung zwischen der Bahnlinie und Reiterpfaden schlägt der Zug erneut den Kurs Richtung Armadillo ein, fährt nun jedoch in die direkt andere Richtung. Er passiert den Ort und kommt durch den Tunnel im Norden von diesem schließlich nach MacFarlane’s Ranch. Dort stoppt er kurz und dreht dann eine kleine Runde durch den Stillwater Creek, da logischerweise auch West Elizabeth noch nicht freigeschaltet ist.

Nach kurzer Fahrtzeit kommt der Zug erneut auf der Ranch an und fährt weiter Richtung Armadillo, um so den niemals endenden Kreis zu schließen.

Anders sieht die Fahrtstrecke aus, wenn der Zugang zu Mexiko nach der Irish-Mission Wir gehen zusammen ins Paradies ein ermöglicht ist. Dann nämlich biegt der Zug südlich von Benedict Point auf die Frontera Bridge und überquert auf dieser den San Luis River, bis er schließlich in Perdido nahe Chuparosa wieder auf Land trifft. Nach kurzer Fahrzeit erreicht er Chuparosa, stoppt kurz und fährt dann weiter nach Las Hermanas. Auch hier hält er kurz an und setzt seine Fahrt dann Richtung Casa Madrugada fort.

Nach einem Anstieg östlich des Ortes überquert die Eisenbahn die Butter Bridge, fährt an der Ausfahrt Richtung West Elizabeth vorbei und erreicht MacFarlane’s Ranch, auf der der Zyklus „Armadillo—Benedict Point—Mexiko“ erneut beginnt.

Blauer Zug

Die Route des nach der Mission Zur festgesetzten Zeit auf der Karte erscheinenden Zuges ist deutlich kürzer als die der roten Lokomotive. So passiert der blaue Zug die weit entwickelte Stadt Blackwater im Osten von West Elizabeth und durchquert die Great Plains westwärts Richtung Manzanita Post. Dort stoppt er und setzt seine Route dann über den Tanner’s Span vorbei am Pacific Union Railroad Camp fort, um auf dessen anderen Seite MacFarlane’s Ranch zu erreichen. Auch dort hält er kurz an und macht die MacFarlane’s Ranch Station somit zur einzigen im Spiel, an der beide Züge halten.

Nach dem kurzen Zwischenstopp auf der Ranch der MacFarlanes, setzt die Eisenbahn ihre Reise südlich der Siedlung fort und biegt nahe der Butter Bridge nach Norden in den Stillwater Creek. Nahe des Sumpfes überquert sie dann die Mason’s Bridge und hält am Bahnhof des Camps der Pacific Union Railroad Company.

Danach setzt sie ihre Fahrt fort und erreicht nach einiger Zeit erneut Blackwater.

Unterschiede zwischen den Zügen

Neben den Routen gibt es noch zahlreiche andere Unterschiede zwischen den Zügen. Im Folgenden sind diese aufgeführt:

  • Obwohl beide Lokomotiven dem gleichen Typ angehören, fährt der blau markierte etwas schneller.
  • Die rote Zug trägt die Zahl „11“ an seiner Seite, während der blaue keine Kennung besitzt.
  • Überraschenderweise besitzt der etwas älter herüberkommende rote Zug eine Innenbeleuchtung, die bei Dunkelheit eingeschaltet wird. Möglicherweise ist dies der Fall, weil er einige Tunnel (unter anderem nördlich von Armadillo und westlich von Casa Madrugada) passiert, wohingegen der andere Zug immer unter freiem Himmel fährt.
  • Der rote Zug besitzt entweder einen Amerikaner oder einen Mexikaner als Lokführer. Der blaue besitzt jedoch immer einen amerikanischen Lokführer, der stark Walter Bearden ähnelt.

Spielmechanik

Mitfahrt als Passagier

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An der größten und schönsten Station im Spiel steigen meist auch die meisten Passagiere ein

Der Spieler hat, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit, den Zug als Transportmittel über die Grenzen zu nutzen. Er kann den Zug an Bahnhöfen über Treppenstufen an den beiden Enden des Passagierwagen betreten und sich dann auf einen freien Platz in diesem setzen.

Dazu genügt es, die Xbox360 Button Y.png- beziehungsweise die PS3 Tri.png-Taste zu drücken und Marston nimmt auf einem der freien Plätze Platz. Während er sitzt, wechselt die Kameraperspektive in unregelmäßigen Abständen und zeigt unter anderen den Zug von vorne und die Schienen hinter dem Zug. Dem Spieler ist es jedoch nicht möglich, Einfluss auf die Perspektive zu nehmen, das heißt, er kann die Kamera nicht manuell bewegen. Steht der Spieler von seinem Sitz auf, wechselt das Spiel wieder in die Dritte-Person-Ansicht hinter dem Spieler, sodass dieser normal weiterspielen kann.

Neben dem Protagonisten halten sich meist mehrere andere Personen im Abteil auf. Diese sind meist fein bekleidet und tragen lange Kleider oder hohe Hüte. Auch in den abgelegensten Gegenden Mexikos befinden sich solche Menschen im Zug. Manchmal läuft ein Charakter am Bahnhof einem losfahrenden Zug noch ein Stück hinterher, ehe er frustriert abdreht. Bevor der Zug losfährt, klingelt die Glocke zweimal. Das erste Mal, wenn der Lokführer „All Aboard!“ ruft und das zweite Mal, wenn er losfährt.

An der MacFarlane’s Ranch Station besteht die Möglichkeit, die Zuglinien zu wechseln, also umzusteigen.

Terrorisierung der Passagiere

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Mit Halstuch macht das Morden gleich doppelt so viel Spaß

Natürlich ist es dem Spieler auch möglich, statt brav und lieb auf seinem Platz zu sitzen, etwas „Abenteuer“ in die ansonsten recht langweilige Zugfahrt zu bringen. Für diesen „Spaß“ kann er alle ihm verfügbaren Waffen nutzen, einzig das Lasso kann in und auf der Eisenbahn nicht benutzt werden.

Das Töten der Passagiere im Zug führt ohne das getragene Halstuch und ohne das Bundesagenten-Outfit zu einem Kopfgeld in Höhe von 40 Dollar, befindet er sich in einer Ortschaft wird er zudem von Gesetzeshütern gesucht werden.

Das Töten des Lokführers bewirkt, dass der Zug anhält und der Spieler etwas Ehre verliert. Im Zusammenhang hiermit hat sich ein kleiner Spielfehler in Red Dead Redemption eingeschlichen: Schubst man den Lokführer vom Zug oder bringt man ihn zum Umfallen, steht er in weniger als einer Sekunde wieder normal in der Führerkabine, als wäre nichts gewesen. Ein weiterer Fehler ist, dass es den Lokführer nicht stört, wenn man mit Waffen auf ihn zielt. Es ist ihm anscheinend so gleichgültig, dass er gar nicht erst darauf reagiert.

Ursprünglich konnte man wohl Züge ausrauben und dabei große Summen Geld erbeuten. Dies wird zumindest in einem frühen Trailer zum Spiel erwähnt.

Westernklischees

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Marston mit dem gefesselten Leon Galindo. Möglicherweise fällt der dem einfahrenden Zug in Chuparosa zum Opfer

Im Zusammenhang mit den Zügen gibt es im Spiel immer wieder einige Westernklischees zu entdecken. Das wohl offensichtlichste ist der, bereits in einem der ersten Trailer zu sehende, Lauf über das Zugdach. Während dieser in Missionen nicht enthalten, ist es dem Spieler selbst überlassen, wann und wie oft er dieses Klischee „nutzen“ möchte. Vom Dach aus besitzt er eine gute Aussicht über die Spielwelt und kann von dort unter anderem Tiere jagen.

Ein weiteres Klischee ist zugleich ebenfalls eines der bekanntesten: Das Legen von gefesselten Menschen auf Bahnschienen. Für den Erfolg Heimtückisch wird sogar gefordert, eine Frau von den Fängen des Zuges „fressen“ zu lassen.

Als zusätzliche Klischees lassen sich unter anderem die Mission Der große mexikanische Eisenbahnraub, die offenkundig auf Der große Eisenbahnraub, den ersten Western der Filmgeschichte anspielt, und die Sprengung der Butter Bridge in Zivilisation, um jeden Preis nennen.

Kleinere Klischees, die mit den Zügen zusammenhängen, sind unter anderem die arbeitenden Chinesen im Pacific Union Railroad Camp, die in der Realität oft von großen Gesellschaften angeheuert wurden und zu Hungerlöhnen arbeiten mussten. Auch der nicht im Spiel zu sehende Bau der Zuglinie in Gaptooth Ridge stellt durchaus das Klischee der Zivilisierung im Westen dar.

Entfernt ist auch die Fahrt mit der Minenlore in Der Mensch ist zur Mühsal geboren ein „Zugklischee“.

Von Tieren und Zügen

Wie bekannt ist, existieren im Spiel einige Pferderassen, die deutlich schneller sind als der Zug und mit denen es somit möglich ist, diesen zu überholen. Zu diesen Pferden gehören folgende Rassen:

Pferde mit einer Drei-Sterne-Wertung
American Standardbred | Kentucky Saddler | Streitross | Ungarisches Halbblut

Diese Pferde sind, wie erwähnt, kräftig und ausdauernd genug, den Zug einzuholen oder ihn sogar zu überholen. Mit ihnen ist es am besten möglich, während der Fahrt parallel zum Zug zu reiten und mit Xbox360 Button X.png beziehungsweise PS3 Rec.png auf diesen aufzuspringen.

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Das Streitross zählt zu den schnellsten Pferden im Spiel

Als weiterer Zusammenhang von Tieren mit dem Zug lassen sich die Ziele der einzelnen Herausforderungen des Spiels nennen. So ist es beispielsweise auf Level vier der Scharfschützen-Herausforderungen gefordert, fünf fliegende Vögel von einem fahrenden Zug aus zu erledigen.

Auch Raubtiere und domestizierte Tiere haben etwas mit den Zügen zu tun. Erwähnenswert ist es unter anderem, dass Wölfe und Pumas häufig und lang dem Zug hinterher laufen, wenn sich der Spieler auf oder in diesem befindet. Dieser ist für die Tiere jedoch unerreichbar und der Zug meist auch zu schnell für die Angreifer.

Domestizierte Tiere haben insofern mit der Spielmechanik der Züge zutun, dass es unter anderem nur möglich ist, Kutschpferde mit dem besonderen Geschirr zu bekommen, nachdem der Zug diese von der Kutsche getrennt hat. Außerdem werden normale Pferde, die auf den Bahnschienen „geparkt“ wurden, nur vom Zug beiseite geschoben.

Ein weiterer Fakt zu den Pferden ist es, dass das Spiel so programmiert ist, dass nicht vom Spieler gesteuerte Reiter ihre Pferde an Bahnübergängen anhalten, wenn sich ein Zug nähert.

Eisenbahngesellschaften

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Das Logo der Southwestern Railroad Company

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Das Logo der Pacific Union Railroad Company

Der rote Zug wird von der Southwestern Railroad Company betrieben, einem in New Austin ansässigen großen und bekannten Unternehmen, deren Verantwortlichen in dem Artikel Verantwortliche der South-Western-Eisenbahn fordern Taten im Blackwater Ledger jedoch Taten der Bundesregierung fordern, da ihre Züge immer häufiger von „Räubern, Banditen und Schwarzfahrern“ überfallen beziehungsweise genutzt werden.

Dahingegen wird der blaue Zug von einem noch bekannteren Unternehmen betrieben: Für diesen sieht sich die Pacific Union Railroad Company zuständig, die unter anderem das bekannte und schon öfter in diesem Artikel erwähnte Pacific Union Railroad Camp im Süden von West Elizabeth betreibt, in dem die Eisenbahnen der Gesellschaft gebaut und gewartet werden.

Allerdings machen 1911 Gerüchte die Runde, die besagen, dass korrupte Regierungsbeamte hier helfen, Ware nach New Austin zu schmuggeln. Im Gegenzug startet die Gesellschaft als „Gegenmittel“ und Rettungsversuch für das Image die Aktion Jagen per Zug.

Neben diesen beiden Unternehmen existieren zudem die Midland Railway Company, deren Name auf Plakaten in der Armadillo Station gelesen werden kann, und die Overland Freight Company, die Waren per Zug zwischen New Austin und West Elizabeth transportiert.

Bahnhöfe

Im Folgenden befindet sich einer Übersicht aller Bahnhöfe mit Bild.

New Austin

Name Ort Bild
Armadillo Station Armadillo Armadillo2.jpg
Benedict Station Benedict Point 300px-Rdr benedict point.jpg
MacFarlane’s Ranch Station MacFarlane’s Ranch Macfarlanes ranch station.jpg

Nuevo Paraiso

Name Ort Bild
Casa Madrugada Station (inoffiziell) Casa Madrugada Casa Madrugada Station.jpg
Estacion de Chuparosa Chuparosa Estacion.png
Las Hermanas Station (inoffiziell) Las Hermanas Las hermanas station.jpg

West Elizabeth

Name Ort Bild
Blackwater Station Blackwater Blackwater station 4.jpg
Manzanita Station Manzanita Post Manzanita station2.jpg
Pacific Union Railroad Camp Station Pacific Union Railroad Camp Pacific union railroad camp station.jpg

Trivia

  • Auf dem letzten Wagon der beiden Züge befindet sich die Zahl 69, diese Zahl benutzt Rockstar Games als Anspielung auf die gleichnamige Sexualstellung recht häufig in seinen Produktionen. In diesem Zusammenhang siehe auch den Artikel zur Zahl im deutschsprachigen Grand-Theft-Auto-Wiki und den Schwesterartikel im englischsprachigen Pendant.
  • In Undead Nightmare gibt es, wie im Freien Modus des Multiplayer-Modus, keine Züge.
  • Das Symbol des Zuges auf der Karte sah ursprünglich anders aus. Es wurde nicht durch eine Lokomotive, sondern durch Gleise dargestellt

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